Der Nigi-Man

Thomas Donda | Inhaber von Nigi Berlin

Thomas ist der Kreateur der Nigi, unter seinen Händen entstehen sie täglich frisch in unserer Manufaktur.

Seine Liebe zu Japan begann bereits Anfang der 80er Jahre. Als kleiner Junge verbrachte er mit seinen Eltern ein Jahr in Tokio. Später leistete er seinen Zivildienst in einem Seniorenheim der Provinzhauptstadt Mito. Da niemand dort Deutsch oder Englisch verstand, lernte er schnell, mit den Senioren und seinen neuen Freunden auf Japanisch zu plaudern. So baute er eine ganz eigene Verbindung zum Land auf. Danach beschloss er, seine Kenntnisse durch das Studium der Japanologie zu vertiefen. Dank eines Stipendiums verbrachte er noch einmal zwei Semester an der Tokai-Universität in der Nähe von Yokohama. Während dieser Zeit nutzte er als Mitglied des Schwimmteams die sich einem Gaijin (Ausländer) sonst selten bietende Gelegenheit, intensiv in die engen sozialen Strukturen integriert zu werden. Und wann immer es die Zeit erlaubte, reiste er mit dem Shinkansen (einer der schnellsten Züge der Welt) quer durchs ganze Land. Zurück in Deutschland schrieb Thomas seine Magisterarbeit „Kakkoii Berlin“ („Cooles Berlin“) über in Berlin lebende japanische Kreative und war für verschiedene japanische Arbeitgeber tätig. All diese Erfahrungen bestärkten ihn in dem Wunsch, eine Arbeit zu finden, bei der er seiner Leidenschaft für Japan nachgehen kann. Dabei wollte er aber etwas Eigenes aufbauen. Als ein japanischer Freund eines Tages äußerte, wie toll es wäre, eine Onigiri-Produktion in Berlin zu etablieren, griff er diese Idee (mit dessen Erlaubnis) auf und gründete Nigi Berlin.

Viele kennen Thomas vom Ausliefern und manche dachten vielleicht, er sei unser Fahrrad-Kurier. Aber eigentlich nutzt er diese ausgedehnten Liefertouren durch Berlin, um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden und so nebenbei seinem größten Hobby zu frönen.  Aber dazu später mehr …

Bevor sich Thomas am frühen Vormittag auf sein voll bepacktes Rennrad schwingt, um die frischen Nigi auszuliefern, ist in der Manufaktur schon einiges geschehen. Allabendlich wäscht er eigenhändig in einer fast schon rituellen Prozedur den Reis. In den frühen Morgenstunden wird der Reis dann gekocht und gedämpft. Zufrieden ist Thomas erst, wenn der Reis nach dem Abkühlen feinsilbrig glänzt. Diesen Zustand nennt man in Japan Ginshari. Dann ist er seiner Meinung nach perfekt und wenn auch die Füllungen vollendet sind, kann die Produktion starten. Reis und Füllungen bleiben während des ganzen Herstellungsprozesses in seiner Hand. Nur um die dreieckige Nigi-Form und das Verpacken kümmert sich mittlerweile eine professionelle japanische Maschine. Sobald alle Nigi übers Band gelaufen sind, kommen sie in einen Tiefkühler, um schnell die notwendige Liefertemperatur zu erreichen. Ist dies geschafft, werden sie den einzelnen Bestellungen zugeordnet und verpackt.

Nun geht es los mit dem Rennrad, um die Läden und die Direktbesteller zu beliefern. Täglich sind es um die 40 Kilometer, die Thomas auf diese Weise durch Berlin saust. Nach dieser Sporteinheit nutzt er oft noch die Gelegenheit für eine weitere Trainingsrunde im Schwimmbecken oder beim Waldlauf. Warum er das alles macht? Er sagt:

Sport war schon immer meine Leidenschaft. Für mich ist es eine Symbiose, um meine Liebe zum Triathlon in den engen Zeitplan aus Familie und Arbeit integrieren zu können. Mehr als sechs Jahre lebe ich nun meinen Traum. Überdies macht es mir den täglichen und engen Kontakt zu unseren Kooperationspartnern und Kunden möglich. Das ständige Feedback war und ist die Grundlage dafür, dass ich die Nigi inzwischen qualitativ auf ein hohes Niveau bringen konnte und dieses auch zukünftig umsetzen kann.

Dass auch Japaner die Nigi zu schätzen wissen, ist für Thomas das ‚i-Tüpfelchen‘ seiner Arbeit.

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